Rasseinfos

Rasseinfos

Tipp: Link aus dem Internet (English only): http://dogtime.com/dog-breeds/coton-de-tulear

„RUND UM DEN COTON DE TULEAR“

 

*Was für eine Rasse ist der Coton de Tuléar?

Der Coton de Tuléar gehört zur Bichon Familie. Die weiteren Mitglieder dieser Familie sind der Malteser, der Havaneser, das Löwchen, der Bichon Frisée und der Bologneser. Es handelt sich um Begleit- und Gesellschaftshunde, die der FCI Gruppe 9 zugeordnet sind.


*Wie gross wird der Coton de Tuléar?

Lesen wir aus dem Rassestandard:

Größe:
Ideale Rüden: 28 cm Widerristhöhe – toleriert werden maximal 32 cm und minimal 25 cm.
Ideale Hündinnen: 25 cm Widerristhöhe – toleriert werden maximal 28 cm und minimal 22 cm

Gewicht:
Rüden: 4 kg bis maximal 6 kg.
Hündinnen: 3,5 kg bis maximal 5 kg
Das Gewicht steht in Proportion zur Größe, darf aber das Maximum nicht übersteigen.
Beispiel: Ein Rüde mit 28 cm Widerristhöhe würde etwa 5 kg,
mit 32 cm Widerristhöhe etwa 6 kg wiegen.

Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass ein Coton (sowohl Rüde als auch Hündin) generell zwischen 4,5 und 7 kg wiegt.


*Kann ich meinen Coton ins Flugzeug mitnehmen?

In den meisten Fällen ist es möglich. Es kommt ein wenig auf die Fluggesellschaft an. Auf jeden Fall müssen Sie einen Tragebehälter für Ihren Coton haben, der unter den Sitz passt. Ob Ihr Coton während der ganzen Reise darin bleibt, ist eine andere Sache …


*Wie hoch ist die Lebenserwartung eines Cotons?

Cotons, die optimal betreut werden, haben eine hohe Lebenserwartung. Der älteste Coton erreichte das hohe Alter von über 19 Jahren!


*Wie ist der Coton im Wesen?

Der Rassestandard gibt an:

Kleiner Wohnungshund mit langem baumwollähnlichem Haarkleid; dunkle, ausdrucksvolle und intelligente runde Augen; etwas ausgelassen, lustig und sogar ein wenig drollig, sehr anhänglich zu seinem Herrn.

Das fröhliche und ausgeglichene Wesen des Coton de Tuléar macht ihn zum geeigneten Haus- und Familienhund. Mit ihm haben Sie einen liebenswerten und verschmusten Gefährten für die ganze Familie. Nicht nur für Agility (beliebter Freizeitsport mit Hundeparcours, siehe Kapitel 8) ist er ein idealer Hund, er wird Ihnen auch ein treuer Begleiter bei kurzen und langen Spaziergängen sein. Wind und Wetter spielen für ihn keine Rolle – er fühlt sich immer wohl. In Frankreich erhielt er aufgrund all dieser positiven Eigenschaften die Bezeichnung „Antidepressivhund“.


*Ist der Coton immer weiss? Ich möchte einen farbigen Coton.

Wir greifen wieder zum Standard:

Weiß, einige Flecken, gelb oder von mehr oder weniger dunklem Grau, insbesondere auf den Ohren, sind erlaubt.

Neugeborene Coton de Tuléar Welpen können rein weiß sein, doch in den meisten Fällen kommen sie mit hübschen braunen oder sogar schwarzen Flecken auf die Welt. Es ist möglich, dass etwas von dieser Färbung für immer zurückbleibt, im Allgemeinen haben jedoch die meisten Cotons, auch wenn sie als Neugeborene schokoladenbraun oder rabenschwarz gewesen sind, im ausgewachsenen Alter ein nahezu rein weißes Haarkleid.


*Sollte ich einen Rüden oder eine Hündin nehmen?

Oft besteht die Ansicht, eine Hündin sei viel leichter zu halten als ein Rüde. Meine Erfahrung bestätigt diese Behauptung nicht. Coton-Rüden sind genau so anschmiegsam, lieb und erziehbar wie die Hündinnen. Wenn Sie bereits einen Rüden besitzen, würde ich Ihnen eher zu einer Hündin raten, denn bei Rüden können unter Umständen Dominanzprobleme auftreten. Auch Hündinnen versuchen hin und wieder, einander zu dominieren. Solche „Probleme“ sind aber im Allgemeinen leicht zu meistern. Ihre persönliche Neigung spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl. Ich habe es aber auch schon erlebt, dass jemand mit der felsenfesten Überzeugung, es darf NUR eine Hündin sein, sich dann hoffnungslos in einen kleinen Rüden verliebt hat und restlos glücklich mit ihm war.


*Kastrieren oder nicht – was können Sie mir darüber sagen?

Wenn Sie ganz sicher sind, dass Sie nicht züchten wollen, können Sie Ihren Rüden bzw. Ihre Hündin kastrieren lassen. Wann der beste Zeitpunkt für eine Kastration ist, darüber sind sich die Experten nicht einig. Eine Kastration vor der ersten Läufigkeit bei der Hündin aoll Mammarkarzinome (Brustkrebs) verhindern. Andererseits hat die frühe Kastration den Nachteil, dass der Hund nicht voll ausgewachsen und mental ausgereift ist. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch bei kleinen Hunden wie beim Coton nach einer Kastration Inkontinenz auftritt. Am besten Sie besprechen das Problem mit Ihrem Tierarzt.

Die Kastration ist sowohl für die Hündin als auch für den Rüden unbedenklich und darf auf keinen Fall als „Tierquälerei“ bezeichnet werden. Kastrierte Cotons werden nicht dick und lustlos! Der ständige Drang zum „Markieren“ (mit ein paar Tropfen Urin eine Duftnote absetzen) durch beide Geschlechter wird bedeutend reduziert, Rüden werden weniger aggressiv, und Hündinnen binden sich um so mehr an ihren Menschen.


*Bellt der Coton viel?

Bei bestimmten Ereignissen kann der Coton recht „turbulent“ werden, dies aber nur kurz. Wenn es an der Tür klingelt, bricht er in wildes und freudiges Gebell aus, bis der Gast begrüsst wurde oder der Briefträger wieder gegangen ist, und dann herrscht wieder Ruhe. Der Coton ist kein Kläffer, aber er bellt, wenn es angebracht ist.


*Leidet die Rasse unter genetisch bedingten Krankheiten?

Es wäre nicht richtig zu behaupten, dass bei dieser Rasse keinerlei genetische Krankheiten auftreten. Hauptsächlich sind es PL (Patella Luxation), HD (Huftdysplasie), PRA (Progressive Retinal Atrophy) sowie Diskushernien. Das Ausmass ist aber – im Vergleich zu vielen anderen Rassen – sehr gering. Verantwortungsvolle Züchter engagieren sich, die Gesundheit der Rasse zu erhalten und sie noch zu verbessern.


*Wie kommt der Coton mit Kindern bzw. anderen Haustieren aus?

Cotons vertragen sich gut mit seinen Artgenossen und anderen Tieren und können wunderbare Spiegefährten für Kinder sein. Es gilt aber zu bedenken, dass Kleinkinder nicht fähig sind, korrekt mit einem Welpen oder ausgewachsenen Hund umzugehen. Kinder bis zu zehn Jahren sollten also nie ohne Aufsicht mit dem Tier sein.

Jedoch habe ich bei sehr motivierten und engagierten Eltern auch schon die Erfahrung gemacht, dass kleine Kinder und Welpen bestens miteinander ausgekommen sind. Denken Sie daran, dass der Coton möglicherweise noch lange nach dem Auszug Ihrer (erwachsenen) Kinder bei Ihnen bleiben wird! Es muss daher von vornherein sicher sein, dass in erster Linie die Eltern einen Coton wollen und erst in zweiter Linie der Wunsch der Kinder berücksichtigt werden kann.


*Wieviel täglicher Auslauf braucht der Coton?

Für kurze wie auch lange Spaziergänge ist der Coton gleichermaßen zu haben. Dabei machen ihm Wind und Wetter meist nur wenig aus. Ich empfehle mindestens eine gute Stunde Auslauf pro Tag.


*Kann ich mit meinem Coton stundenlang wandern?

Der Coton ist sehr unternehmungslustig. Er wandert gerne und lange und scheint unermüdlich zu sein. Er ist sehr neugierig und möchte alles und alle kennen lernen. Mit einem Welpen und Junghund (bis zu einem Jahr) müssen Sie jedoch Ihre Spaziergänge auf jeweils ca. 30 Minuten beschränken. Auch Treppenlaufen im ersten Jahr ist verboten. Die Gelenke müssen geschont werden.


*Jagt er im Wald? Rennt er mir davon?

Der Coton ist kein „Jäger“. Deshalb ist das Laufen mit ihm ein reines Vergnügen. Er wird immer in Ihrer Nähe bleiben.


*Ist der Coton kälteempfindlich? Erträgt er den Schnee?

Schnee ist für Cotons etwas Herrliches. Er kann aber zum Problem werden, wenn es sich um sehr klebrigen Schnee handelt. Der Schnee ballt sich derart an Pfoten, Beine und Bauch, dass der Kleine beim Laufen zu stark behindert wird. In diesem Falle ist es ratsam, den Spaziergang abzubrechen. Ein Spaziergang im Pulverschnee wird dagegen mit Ihrem Coton zu einem reinen Vergnügen!


*Schwimmt er gerne?

Meine Cotonhündin Lily würde am liebsten den ganzen Tag schwimmen. Sie liebt es über alles, wenn ich einen Stock ins Wasser werfe und sie ihn holen darf. Andere Cotons sind dagegen gar nicht vom Wasser begeistert.


*Fährt er gerne Auto?

Da der Coton überall gerne dabei ist, liebt er auch eine Autofahrt. Ich habe den Eindruck, dass meine Cotons sogar lieber im Auto auf mich warten als zu Hause. Es ist jedoch wichtig, dass Sie eine Sicherheitseinrichtung für ihn im Auto haben. Genauso wie für Menschen ist es auch für den Hund äusserst gefährlich, sich ungesichert im Auto aufzuhalten. Lassen Sie sich bei einem grösseren Zentrum für Hundebedarf beraten, welche Sicherheitseinrichtung für Ihren Autotyp die geeignetste ist.


*Was ist zu tun, wenn wir in die Ferien gehen und unseren Coton nicht mitnehmen können?

Es werden sich immer wieder Situationen ergeben, die einem Besitzer nicht erlauben, seinen Coton dabei zu haben bzw. mitzunehmen. Solche Probleme können nicht nur bei Ihrer Ferienreise entstehen, sondern auch im Falle von unvorhergesehener Krankheit, Unfall oder Spitalaufenthalt. Es ist daher unerlässlich, schon im Voraus zu wissen, wo der Coton bei einer solchen Vorfall untergebracht werden kann.

Geben Sie Ihren Coton nur in erfahrene Hände ab. Der wohlwollende Nachbar, der nie einen Hund besessen hat, ist möglicherweise nicht die geeignetste Pflegeperson für Ihren Liebling, und die Gefahr, dass ihm aufgrund von Unerfahrenheit etwas zustößt, ist zu groß.

Es gibt ausgewählte Personen, die kleine Hunde bei sich zu Hause aufnehmen. Die Kosten betragen ca. CHF 20.- pro Tag.
Unser Schweizer Coton de Tuléar Club bietet seinen Mitgliedern einen Hütedienst an. Als Züchterin sehe ich es natürlich sehr gerne, wenn neue Besitzer ihre Ferien so organisieren wollen, dass der Coton dabei sein kann. Ihr Coton wird nie wirklich glücklich, wenn er nicht bei Ihnen sein kann.


*Ist der Coton lernfreudig und leicht erziehbar?

Die Erziehung eines Cotons macht keine allzu große Mühe, denn er ist klug und seinem Besitzer treu ergeben. Was der Hund braucht, ist Freundlichkeit , Liebe und vor allem Konsequenz von Anfang an, denn auch wenn er klein von Gestalt ist, so ist er trotzdem lernfähig und erziehbar. Mit lauten Worten oder Schlägen wird man gar nichts erreichen.


*Wie schwierig und zeitaufwendig ist die Pflege des Fells?

Das Fell des Cotons ist sein Hauptmerkmal. „Coton“ kommt aus dem Französischen und bedeutet Baumwolle. Der Coton stammt aus Madagaskar und wurde deshalb mit einem Fell für Hitze und Sonne ausgerüstet. Die weiße Farbe reflektiert die Sonnenstrahlen, und das leichte, duftige, baumwollartige Fell lässt jede Brise als Abkühlung wirken.

Im Lauf der letzten Jahrzehnte scheint sich das Fell hier in Europa und in Nordamerika an das kältere Klima angepasst zu haben und ist schwerer und dichter geworden.

Regelmäßige, aber nicht übermäßige Pflege ist angebracht. Manche Besitzer haben Freude daran, dass der Coton immer ‚picobello‘ aussieht und führen deswegen eine tägliche Fellpflege durch. Es reicht aber durchaus, das Fell einmal pro Woche gründlich und korrekt zu bürsten und zu kämmen, um alle Verfilzungen zu beseitigen. Fürs Schamponieren sollten Sie Produkte von höchster Qualität benützen. Diese sind oft im gewöhnlichen Handel nicht erhältlich, sondern werden durch Züchter oder andere spezialisierte Händler vertrieben. Bei Hundeausstellungen findet man eine große Auswahl an Top-Produkten sowie Informationen über die entsprechenden Verkaufsquellen.


*Muss der Coton zum Hundecoiffeur?

Es ist nicht schwer, Ihren Coton selber sauber und filzfrei zu halten. Bitten Sie Ihren Züchter Ihnen zu zeigen, welche Bürsten und Kämme er benutzt.


*Muss das Fell geschnitten oder getrimmt werden?

Für Ausstellungen darf das Fell des Cotons auf keinen Fall geschnitten, geschoren oder getrimmt werden. Ich persönlich finde es in jedem Fall schade, das Fell des Cotons abzuschneiden. Aber es gibt Besitzer, die ein kurzes Coton-Fell vorziehen. Dann aber NUR im Hundesalon schneiden lassen, niemals selber zur Schere greifen!


*Wie kann der Coton überhaupt sehen? Muss ich das Fell um die Augen wegschneiden?

Wie bereits erwähnt, darf das Fell eines Ausstellungshundes auf keinen Fall geschnitten werden. Es stimmt schon, dass manche Cotons durch das Fell im Gesicht praktisch gar nichts mehr sehen können. Man bindet das Haar mit kleinen Gummibändchen (wie z.B. beim Pudel) von den Augen zurück. Wenn Sie Ihren Coton nicht ausstellen, können Sie selbstverständlich die Haare um die Augen wegschneiden. Sie müssen aber anschliessend regelmässig kontrollieren, denn wenn die kurzen Haare wieder wachsen, können sie in die Augen stechen.


*Ist der Coton für ein Stadtleben in einer Wohnung geeignet?

Kein Problem. Denken Sie aber daran, dass Sie mit Ihrem Liebling mehrmals am Tag Gassi gehen müssen, auch im Regen und Schnee.


*Wie lange kann ich meinen Coton alleine zu Hause lassen?

Das Alleinsein gefällt den wenigsten Cotons, und sie sollten nie isoliert von Menschen sein. Selbstverständlich kann man einem Coton beibringen, einige Stunden zu Hause alleine zu bleiben. Für mein Gefühl sollten 4 Stunden am Stück jedoch nicht überschritten werden.

Wie ich bereits erwähnt habe, scheinen meine Cotons lieber im Auto auf mich zu warten als zu Hause. Vielleicht ist das bei dem einen oder anderen gar nicht möglich, denn nicht jeder besitzt ja ein Auto. Wenn Sie einen Hund im Auto lassen, müssen Sie unbedingt darauf achten, dass es im Auto niemals zu heiss wird. Für einen Hund ist es lebensgefährlich, bei sommerlichen Temperaturen in einem Auto eingeschlossen zu sein. Schon in wenigen Minuten sind die Temperaturen im Auto unerträglich. Das Auto im Schatten zu parkieren ist nicht die Lösung, da der Schatten „wandert“ und das Auto dann plötzlich doch wieder in der Sonne steht. Gesetzlich ist es jedem, der einen Hund in dieser Situation antrifft erlaubt, die Fensterscheiben des Autos einzuschlagen.


*Was ist, wenn ich oder Familienmitglieder Allergiker sind?

Cotons haaren praktisch nicht. Sie haben auch wenig Unterwolle und keinen Geruch. Somit eignet sich die Rasse bestens für die meisten Allergiker doch nicht für alle.